BÜRGER.WERKSTÄTTE

BÜRGER.WERKSTÄTTE Rothemann

Der Förderantrag wird eingereicht

Alle Unterlagen und Zahlen sind komplett. Der Förderantrag wird am 25.03.2022 von O. Kanne (1. V) und K. Mölter (Schriftführer) unterschrieben und bei der Bewilligungsstelle im Landratsamt Fulda eingereicht.
Das Konzept umfasst insgesamt 20 DIN A4 Seiten. Hier ein kurzer Auszug:

Vorwort:
Bürgerschaftliches Engagement ist eine wesentliche Stärke ländlicher Gemeinden. Nachbarschaftshilfe, Dorffest, Jugendarbeit, Feuerwehr, Sport... ohne dies wäre ein Leben in ländlichen Gemeinden sehr einsam. Organisiert wird dieses Rückgrat ländlichen Gemeinwesens überwiegend von Vereinen und Kirchen - so auch in Rothemann.
Viele liebgewonnenen und manchmal bereits als so selbstverständlich hingenommenen Aktivitäten der Vereine oder Plätze sowie Treffpunkte in Rothemann würden heute gar nicht existieren, wenn es in vergangenen Zeiten nicht eine große, unermüdliche Einsatzbereitschaft im Ehrenamt gegeben hätte - und ohne Ehrenamt wird es für all diese Dinge keine Zukunft geben. Das ist allen klar.

Wie aber für gute Rahmenbedingungen sorgen, damit Ehrenamt eine Zukunft hat? Darüber gibt es verschiedene Ansichten. Diskussionen zu diesem Thema verlaufen häufig im Kreis, sind oft zeitraubend und führen oft zu keinem Ergebnis. Nachhaltige Planung darf aber nicht erst begonnen werden, wenn der Mangel bereits so groß ist, dass er nicht mehr reparabel ist.

Unsere Intention für unser Projekt könnte man in einem Satz so zusammenfassen:
„Erfolg hat drei Buchstaben: TUN.“

oder auch:
“Wenn der Wind der Veränderung weht, suchen manche im Hafen Schutz, während andere die Segel setzen!”
(Autor unkannt)

Das Vorhaben:
Die BÜRGER.WERKSTÄTTE Rothemann (Solitärgebäude am Bürgerzentrum Rothemann)
Errichtung eines Hallenbaus in unmittelbarer Nähe des Bürgerzentrums Rothemann.
Unterschiedliche Lagerorte zentralisieren, um Höchstengagierte zu entlasten.
Die BÜRGER.WERKSTÄTTE wird Ehrenamt und Kooperationen aller Ortsvereine stützen, indem auf „Gemeinschaftsmaterialien" kollektiv und vereinsübergreifend zugegriffen werden kann.
Die BÜRGER.WERKSTÄTTE soll Ausgangspunkt sein, um das Areal rund um das Bürgerzentrum mit Akteuren/-innen vor Ort zum 'Dritten Ort'* zu entwickeln.

Nachhaltigkeit, Flexibilität und Mobilität
Einen weiteren hohen Stellenwert der BÜRGER.WERKSTÄTTE soll die Nachhaltigkeit und Flexibilität zukünftiger Projektideen einnehmen (bspw. Photovoltaikanlage auf der Dachfläche, Elektromobilität, Schonung der Ressource „Raum“ mit mobilen und multifunktionalen Lösungen usw.). Das Pultdach ist für eine Installation einer PV-Anlage nach Süden ausgerichtet und für eine optimalen Zugänglichkeit sind drei große Rolltore geplant. Eine elektrische Aufladestation
(Wallbox) ist ebenfalls vorgesehen.
Projekte im Bereich Sharing Economy stehen bei der BÜRGER.WERKSTÄTTE im besonderen Fokus. Sie bieten ökologische Vorzüge und leisten gerade im Zusammenhang mit Gemeinnutzen einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem es den direkten Kontakt zwischen Bürgern ermöglicht.

Neue Projektideen sollen von Akteuren/-innen eigenständig entwickelt und – zumindest in der Regel - von diesen selbst umgesetzt werden. Größere Projekte können nach entsprechender und Beschlussfassung, auch von der Vereinsgemeinschaft Rothemann getragen werden.

Projektlaufzeit
Baubeginn spätestens September 2022. Fertigstellung spätestens Mai 2024.

Resümee
Die BÜRGER.WERKSTÄTTE wird ein Ort der Begegnung auf niedrigschwelliger Ebene, wo der Gestaltungswille von Akteuren/-innen sichtbare Formen annehmen und sich perspektivisch zu einem
Dritten Ort entwickeln kann.


“Nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung.”
(Aus China)

*Der Begriff „Dritter Ort“, engl. „third place“ oder seltener auch „great good place“ (nach dem vom Soziologe Ray Oldenburg 1989 veröffentlichten Buch), umschreibt in der Soziologie Orte, die einen Ausgleich zu Familie (Erster Ort) und Beruf (Zweiter Ort) bieten sollen und ist ein Treffpunkt für die nachbarschaftliche Gemeinschaft. Dritte Orte sind Plätze des Zusammentreffens und bieten Menschen die Möglichkeit der Begegnung mit Kunst und Kultur in ländlichen Räumen. Konzeptentwicklungen solcher Orte der Begegnung sind deswegen besonders förderungswürdig.

Unterlagen werden zusammengestellt

Im Hintergund wird gearbeitet:

Kalkulationen und Kostenaufstellungen
Bauleistungsbeschreibungen
Helfersuche für Eigenleistung
Finanzierungsnachweise
Pachtvertrag mit der Gemeinde
usw

Jeder der Beteiligten in der Vorstandschaft von Kolpingsfamilie und VGR hat seine Aufgabe und kümmert sich.
Und alle hoffen, dass die Mühen nicht umsonst sind.

Vorstandssitzung der Kolpingsfamilie

Schon seit Beginn der Planung zum Hallenbau war die Kolpingsfamilie Rothemann ein starker Partner. Sowohl beim Voting-Wettbewerb der Rhön-Energie als auch beim Raiffeisen-Wettbewerb "Einfach machen!" haben sich Vorstand als auch Mitglieder für die Sache stark gemacht und zum Erfolg beigetragen. Am 22. März beschließt die Vorstandschaft das Projekt und den Neubau der BÜRGER.WERKSTÄTTE Rothemann mit einer Unterstützungszusage finanziell zu fördern. Ein für das Projekt sehr entscheidender Schritt. Die Vereinsgemeinschaft Rothemann dankt für das gezeigte Vertrauen und die getroffene Vereinbarung.

Das Konzeptpapier

Am 22. März 2022 liegt die finale Version vor. Der Titel lautet:

Engagement braucht Leadership, damit Ehrenamt eine Zukunft hat

BÜRGER.WERKSTÄTTE
Rothemann

Verfasser der Konzeptbeschreibung: Klaus Mölter

Fachdienst Regionalentwicklung: Beratungstermin

Der 1. Vorsitzende der VGR, O. Kanne, Schriftführer der VGR K. Mölter und der 1. Vorsitzende der Kolpingsfamilie nehmen am Beratungstermin teil. Die Konzeptidee und Baupläne werden vorgestellt und Informationen ausgetauscht.

Als nächste Schritte werden vereinbart:

Mit der Grundstückseigentümerin Gemeinde Eichenzell eine Nutzungsvereinbarung abzuschließen.

Bis Montag, den 14.03.2022 eine Nutzungsbeschreibung zu erstellen.

Die Kostenaufstellung durch die Kolpingsfamilie Rothemann zu überarbeiten und der Bewilligungsstelle des Landkreises Fulda vorzulegen.

Die Baupläne anzupassen und durch den Planer zu ergänzen.

Den entsprechender Förderantrag zeitnah beim Landkreis Fulda einzureichen.

Am 01.04.2022 wird die Mittelmeldung fällig, bis eine Woche vorher (25.03.2022) sollen die fehlenden Unterlagen zur Prüfung vorliegen.

Ein Gespräch der Vereinsgemeinschaft Rothemann mit der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Regionalforum Fulda-Südwest soll zeitnah stattfinden.

Projektinfo Regionalentwicklung

Die Vereinsgemeinschaft Rothemann e.V. beantragt eine LEADER-Förderung für die Errichtung einer Fahrzeug- und Gerätschaftenhalle für die Vereinsgemeinschaft Rothemann e.V. und die Kolpingsfamilie Rothemann e.V.
Die für die Arbeit der Vereinsgemeinschaft und Kolpingsfamilie Rothemann erforderlichen Gerätschaften und Materialien sind in unterschiedlichen, privat bereitgestellten Räumlichkeiten untergebracht. Die unterschiedlichen Lagerorte sollen zur Vereinfachung und Entlastung der ehrenamtlich Tätigen sowie der Gestaltung zukünftiger Projekte im Bereich "Share Economy" (wie z.B. Bürgerbus Rothemann und Eichenzell's 1. Bibliothek der Dinge) zusammengelegt werden. Eine Suche nach Räumlichkeiten im Bestand (zum Mieten, Kauf oder Umbau) blieb erfolglos, da zu Kritierien von Größe, Zugänglichkeit und passender Lage kein entsprechendes Objekt gefunden wurde. Daher haben sich beide Vereine zum Neubau einer Halle sowie gemeinsamer Nutzung und Finanzierung entschieden. In zentraler Lage in Nähe des Bürgerzentrums soll eine Fahrzeug- und Gerätschaftenhalle entstehen, um das ehrenamtliche Engagement der örtlichen Vereine zu unterstützen und weiterhin zu ermöglichen sowie neue Angebote (z.B. Bürgerbus, Bibliothek der Dinge) aufzubauen. Die Rohbauarbeiten zur Errichtung der Halle sollen gefördert werden.

Baugenehmigung

Am 09.03.2021 wird die Baugenehmigung für das Bauvorhaben "Neubau einer Lagerhalle für die Vereinsgemeinschaft" erteilt.
Innerhalb von drei Jahren muss mit der Ausführung begonnen werden.
Die Verwaltungskosten für die Baugenehmigung hat die Gemeinde Eichenzell übernommen.